Insolvenzrecht

Insolvenzverfahren und damit das Insolvenzrecht haben einen schlechten Ruf. Jährlich fallen in Deutschland etwa 30.000 Unternehmen aller Größenklassen und Rechtsformen in Insolvenz. Hierdurch entsteht ein erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden, sei es durch Forderungsausfälle oder durch die Verwertung von Anlagevermögen unter Zeitdruck.

Ein Insolvenzverfahren bietet Unternehmen aber auch eine Chance. Umstrukturierungen gerade im arbeitsrechtlichen Bereich gelingen wegen der Besonderheiten bei Kündigungsfristen und Sozialplänen in der Insolvenz häufig leichter als außerhalb des Verfahrens.

Insbesondere durch das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen aus dem Jahre 2012 haben aber zwei Verfahrensarten erheblich an Bedeutung gewonnen: Die Eigenverwaltung und das Schutzschirmverfahren. In beiden Verfahren geht es darum, das Unternehmen nach Möglichkeit zu erhalten, zu sanieren und wieder fit für die erfolgreiche Teilnahme am Wirtschaftsgeschehen zu machen.

Auch Privatpersonen eröffnet das Insolvenzrecht die Möglichkeit, sich von ihren Schulden zu befreien. Nach 6 Jahren (und bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auch früher) erteilt das Insolvenzgericht eine Restschuldbefreiung, wenn sich der Schuldner bis dahin korrekt verhalten hat. So wird auch für private Schuldner ein unbelasteter Neuanfang möglich.

Seit vielen Jahren werden wir als Insolvenzverwalter vom Insolvenzgericht Wilhelmshaven bestellt. Sprechen Sie mit uns, wenn

  • arbeitsrechtliche Kompetenz bei Umstrukturierung gefragt ist,
  • Sie die Vorteile von Eigenverwaltung oder Schutzschirmverfahren nutzen wollen.